Am Samstag den 11. September findet im Rahmen des internationalen Aktionstages “Freedom not Fear” die “Freiheit statt Angst” Demo statt. Diese Großdemonstration findet  seit 2006 in Berlin unter dem Motto Demonstrationen für Datenschutz und gegen Überwachung” statt. In diesem Jahr geht es besonders um Bürgerrechte, Datenschutz und ein freies Internet.

Treffpunkt für die diesjährige Demonstration “Freiheit statt Angst 2010″ ist am Samstag, 11. September, 13.00 Uhr der Potsdamer Platz.

Ich werde vermutlich nicht da sein, aber das hängt weniger an mir sondern eher an meinem Bekanntenkreis den ich noch etwas bearbeiten werde :)

Für die Hinfahrt bietet sich das schöne Wochenendticket der Bahn an. Das kostet derzeit 37€ und es  können 5 Personen mitfahren. Im Idealfall zahlt jeder also nur 7,40€ für Hin- und Rückfahrt. Es können zwar nur die langsamen Nahverkehrszüge genutzt werden. Aber für Studenten oder Schüler ist das ideal.

Ps. nur zur Info am Rand: Das Ticket gibt es seit 1995, damals galt es für 2 Tage und hat 15 Mark (7,67€) gekostet.

Alternativ hat die Bahn extra einen Sondertarif für die Demonstration eingerichtet. Busse fahren auch.

Hier der offizielle Trailer:

Links:

Viele Leute fürchten die Nacht und meiden sie. Ich sehe das etwas anders und es beginnt mich zunehmend zu stören, dass es in dieser Stadt NIEMALS dunkel ist. Stehts brennt irgendwo ein Licht.

Von meinem Minijob in Harrislee nach Hause gibt es allerdings ein unbeleuchtetes Stück. Diesen Moment auf dem Fahrrad hab ich so genossen, dass ich beschlossen habe es schriftlich festzuhalten.

Gedichte schreiben war allerdings nie meine Stärke und deshalb folgt dieses Gedicht auch keiner der vielen Regeln die es dafür gibt. Möget ihr mir verzeihen.

Nahezu geräuschlos fliege dahin,
über Asphalt, Plattenweg und Waldboden.
Nichts was die Ruhe stört,
kein Licht kein Mensch und kein Geräusch.
Nur mein Atem und die Reifen,
wie sie über Asphalt gleiten.

Sie gibt Frieden, sie beruhigt,
tötet Stress und sie entspannt.
Kein Strahl der Sonne,
keine Hitze und kein Stress.
Keine Angst und keine Furcht
in ihr fühl ich mich wohl.

Das ALLES kann nur Sie,
DIE NACHT!

Today I will leave for M’era Luna. It will be great. We already took care of coloring our hair. Some other preparations are jet to be taken care of so I have no time to upload the pictures now.

Instead I will present some pictures of the coloring and the M’era Luna on Monday or Tuesday.

Happy weekend

The Band Lineup:

PLACEBO | THE SISTERS OF MERCY | IN EXTREMO | UNHEILIG |

and much more…

In mir ist eine Leere. GROß, SCHWARZ und UNBESCHREIBLICH. Sie macht sich immer bemerkbar wenn ich meinen Kopf nicht mit etwas beschäftige. Das ist derzeit oft der Fall, viel zu oft. Mich abzulenken fällt mir immer schwerer.

Die Leere ist wie ein stetig wachsendes Loch und scheint mich Stück für Stück zu verschlingen. Immer wenn es mir gerade gut geht scheint es, als würde dieses Monster nur Luft holen um danach mit steigender Intensität sein Werk fortzusetzen.

Das Loch heißt Einsamkeit, ausgelöst von den derzeit unbefriedigten Grundbedürfnissen, der Liebe, Zuneigung und körperliche Nähe.

Das sich Entfernen einiger guter Freunde hat dieses, bis dato im Untergrund agierenden Gefühls erst an die Oberfläche kommen lassen. Es hätte nicht passieren sollen… oder vielleicht doch? Wer weiß das schon … und spielt es überhaupt eine Rolle? Mir egal!

Die betroffenen Freunde trifft keine Schuld, denn das Gefühl war schon vorher da. Sie waren der Korken einer unter Druck stehenden Sekt Flasche, welche dauerhaft geschüttelt wird. Die Zeit, die dieser Korken dem stetig ansteigendem Druck standhalten konnte, war seit langem gezählt.

Das Hervortreten dieser melancholischen Grundstimmung die mich seit einiger Zeit umgibt wäre auf kurz oder lange ohnehin geschähe. Mein Herz ist zu groß, zu gierig nach seiner Grundnahrung der Liebe als dass ein guter Freund sie mit ein paar netten Stunden die Woche hätte befriedigen könnte.

Was ich brauche ist eine Person, die mich 24 Stunden am Tag liebt, jemand der für mich da ist. Eine Frau die meine Liebe aufnimmt und auf mich zurück reflektiert. Eine Frau die mich des Morgens anschauen und deren Blick mir sagen: DU BIST NICHT ALLEINE, ICH BIN BEI DIR!!!

Mich nerven entfernte Bekannte, die mich täglich mit ihrem Privatleben auf Facebook und MeinVZ „belästigen“. Wer mich kennt, wird wissen, dass ich im Gespräch viel, bis sehr viel von mir preisgebe, aber meine persönlichen Taten und Gefühle normalerweise nicht in die Internetwelt hinausposaune.

Da schreit dann normalerweise der Datenschützer in mir, der sagt: „NEIN, tu das nicht“. Normalerweise. Normal fühl ich mich derzeit eh nicht, also was bringen mir Prinzipien, die mich im normalen Zeiten mit Stolz erfüllen, während ich mich so gar nicht normal sondern eher melancholisch depressiv fühle.

Doch es gibt Hoffnung. Die gibt es immer, aber der Beginn meines Studiums ist wie eine Landsichtung des Ausgucks eines sich seit Monaten auf See befindenden Schiffs. Es bietet mir die Chance neue Leute kennenzulernen oder mich in die Arbeit zu stürzen. Am besten beides.

So am Boden höre ich derzeit sehr viel Rosenstolz und eines ihrer Lieder beschreibt meinen derzeitigen Gefühlszustand ziemlich gut. Der Titel sagt eigentlich alles…



Some rappers did a real neat video on the recent WikiLeaks incedent. Enjoy:

Rap News – episode 4 – resumes its lyrical forays into the world of rhyme and reason, exploring what’s been happening on the Internets in 2010. Robert Foster – recently returned from his long-leave vacation in the Caribbean (prematurely interrupted due to the disastrous BP oil leak in the Gulf of Mexico) – takes a look at Senator Joe LIEberman’s proposed bill to grant the Prez the power to shut down the web in case of [quotation mark] an emergency [/quotation mark].

But – most importantly – we discuss something else which has been leaking even more profusely than a BP oil well. An organisation of ultra-inspiring infectively-courageous cybernauts – aka Wikileaks – has been taking on the Fistagon and giving that slumbering Fourth Estate a much-needed kick in the arse, reminding us how important the internet can be as a channel of information.

What is Wikileaks? Who is Julian Assange? And why is it so important that we know? Find out with your charming host, Robert Foster.

Here my first attempt to cut out an object from its background with the free software Gimp.

The original Picture:

The Cut out with a simple curved text I created in Inkscape:

I was just a little bored and created this:

I just played around with Inkscape a bit and created something around the Number 62 spelled out in German. This is the result:

Alexander Lehmann der Macher von “Du bist Terrorist“, “Rette Deine Freiheit” und “Cleanternet” hat ein neues Video unter dem Namen: “Willkommen bei Facebook” gemacht. Das Video ist wie gewohnt ironisch, sozialkritisch und sehr sehenswert.

Über “Cleanternet habe ich HIER gebloggt”.

Willkommen bei Facebook:

Der Chaos Computer Club (CCC) ist ein gemeinnütziger Verein aus Hackern, der sich seit 1981 mit der Freiheit des Internets auseinandersetzt und im laufe der Jahre zu einer festen Größe in Sachen Kompetenz im Internet geworden ist.

Der CCC hat seine eigenen Thesen zur aktuellen netzpolitischen Diskussion unter dem Namen: “Forderungen für ein lebenswertes Netz” aufgestellt.

Forderungen für ein lebenswertes Netz:

Der Chaos Computer Club (CCC) hat seit Beginn seines Bestehens die Chancen und Möglichkeiten, die das vernetzte Leben mit sich bringt, erkannt und propagiert. Viele der ursprünglichen – damals noch futuristisch anmutenden – Visionen sind inzwischen nicht nur Realität, sondern Selbstverständlichkeiten in der Mitte der Gesellschaft geworden. Der Einzug des Internets in den Alltag fast der gesamten Bevölkerung hat uns Datenschutzsorgen gebracht, aber auch zu einer Demokratisierung, einer Bereicherung aus wissenschaftlicher, sozialer und künstlerischer Sicht geführt. Die Selbstheilungskräfte des Internets haben dabei viele befürchtete dystopische Auswüchse ohne staatliches Eingreifen verhindern können. Aus unserer Sicht liegt der aktuellen Diskussion eine Fehleinschätzung zugrunde, an welchen Stellen Regulierungsbedarf notwendig ist und an welchen nicht.

Wir haben daher in klare Worte gefaßt, welche Errungenschaften erhalten und welche aktuellen Mißstände unserer Meinung nach angepackt werden müssen, welche Risiken für die Zukunft einer wettbewerbs- und lebensfähigen Gesellschaft im Netz wir sehen und wohin die Reise gehen soll. Diese Reise kann natürlich nur unter Mitnahme aller Bürger, die ausreichend schnell, unzensiert und unbevormundet an ein interaktives Netz angeschlossen sind, Fahrt aufnehmen.

Wir sehen es als Problem, wenn das Netz nur als Quell ewigen Übels wahrgenommen wird, welches streng reguliert und möglichst mehrwert-gerecht präsentiert werden muß. Als Abbild des Lebens hat der Markt im Netz seinen Platz – genau wie die Politik, aber keiner der Spieler darf zum übermächtigen Kontrolleur werden. Dazu muß der Staat mit gutem Beispiel vorangehen, darf sich nicht weiter in IT-Großprojekten über den Tisch ziehen lassen, muß die digitale Intimsphäre seine Bürger achten und selbst mit angemessener Transparenz für alle nachvollziehbar, am besten gar maschinenlesbar werden. Und wer Mißstände, Korruption und Datenskandale aufdeckt, muß belohnt, nicht geächtet und bestraft werden.

Dabei sollen die Netzbürger nicht bloß als statistische (Stör-)Größe in ausufernd wachsenden Datenbanken verbucht und verarbeitet werden. Im Gegenteil: Sie sind der Souverän und müssen im selbstbestimmten Umgang mit ihrem Netz ausgebildet werden. Dazu gehört, den Wert von Privatsphäre zu erkennen und mit den intimsten Geheimnissen achtsam umzugehen. Das Netz ist unsere gemeinsame Infrastruktur; unser Staat sollte sie aufbauen, hegen und pflegen, anstatt sich auf das Kleinhalten und Reglementieren zu konzentrieren.

Wir müssen Sorge tragen, daß Bedarfsträger und Verwertungsindustrie nicht mehr Provider und Webseitenbetreiber als Hilfssheriffs und Sündenböcke vor den Karren spannen können. Gleichzeitig müssen die seit langem konkret bekannten Fehlentwicklungen bei Fragen der Softwarepatente und des Urheberrechts korrigiert werden. Ohne neue Grundregeln für das Immaterialgüterrecht und eine Orientierung am Gemeinwohl statt an den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger wird sich die Kluft zwischen Politikern und Internetgemeinde nur noch vertiefen.

Wir haben unseren Standpunkt in die folgenden elf Thesen zusammengefaßt, die wir hiermit zur Diskussion stellen.

Thesen zur Netzpolitik

1. Netzzugang ist ein Grundrecht und Bedingung für die Teilnahme am kulturellen und politischen Leben

Es ist Aufgabe des Staates, dafür Sorge zu tragen, daß alle Bürger Zugang zu breitbandigem Internet haben. Als Medium der Informationsbeschaffung löst das Internet den Fernseher ab, daher muß auch die Grundversorgung großzügig dimensioniert sein, damit sich jeder Bürger breitbandigen Netzzugang leisten kann. Auch darf der Entzug des Netzzugangs nicht als Strafe in Erwägung gezogen werden, weil das verhindern würde, daß Bürger am kulturellen und politischen Leben teilnehmen können.

2. Nutzen des Netzes kann sich nur entfalten, wenn die Netzneutralität garantiert ist

Kein Zugangsanbieter darf nach inhaltlichen Kriterien Einfluß auf die Verfügbarkeit, Priorisierung oder Bandbreite der weitergeleiteten Daten nehmen. Einflußnahme ist generell nur akzeptabel, wenn das dem Kunden gegenüber transparent und Teil der Vertragsbedingungen ist und tatsächlich ein Kapazitätsengpaß besteht, also der Einfluß dazu dient, allen Kunden einen fairen Teil der bestehenden Kapazität zuteil werden zu lassen.

Ein Zugangsanbieter dürfte etwa – wenn das im Vertrag steht – allen Kunden die Bandbreite beschränken, um eine Mindestbandbreite für Telefonie zu reservieren, weil Telefonate sonst gar nicht gingen. Beim Beschränken der Bandbreite dürfte er aber nicht die weiterzuleitenden Daten durchleuchten und etwa nur manche Dienste beschränken.

3. IT-Großprojekte der öffentlichen Hand nach sinnvollen Kriterien vergeben

Es sollen in Zukunft die sachpolitischen Fragen im Vordergrund stehen. Das Konzept und die Vergabe von staatlichen IT-Projekten sollen nicht weiterhin als bloße Förderprojekte für die IT-Industrie betrachtet werden. Es ist stets auch eine vorsichtige Abwägung zwischen Bürokratieabbau und zentralisierter Datenerfassung zu bedenken.

In Deutschland werden nicht selten IT-Projekte vergeben, denen es an sinnvoller Begründung und sachkundiger Konzeption mangelt. Regelmäßig scheitern sie auf ganzer Linie. Vom digitalen Behördenfunk über die Finanzamts-Software, über den “Exportschlager” Mautinfrastruktur bis hin zum “Exportschlager” Gesundheitskarte bietet das staatlich geförderte Portfolio reihenweise Rohrkrepierer.

4. Öffentliche Daten transparent handhaben

Mit Steuermitteln finanzierte Ergebnisse und Inhalte müssen allgemeinfrei werden. Der Staat hat dafür zu sorgen, daß sie im Internet für jeden verfügbar sind. Patente auf Ergebnisse, die aus Steuermitteln finanziert wurden, sind unzulässig.

Die Allgemeinheit betreffende Daten wie statistische Erhebungen, Wetterdaten, geographische Daten und Karten, Satellitenaufnahmen etc. fallen auch unter diese Regelung, selbst wenn sie nicht mit Steuermitteln finanziert wurden.

5. Klare Absage an Softwarepatente

Softwarepatente bedrohen nicht nur die europäische Softwareindustrie, sondern auch das Internet selbst. Obwohl es laut Gesetz keine Softwarepatente gibt, hat das Europäische Patentamt hunderte von ihnen erteilt. Diese Patente sollen allesamt gestrichen werden. Es muß gesetzlich sichergestellt werden, daß es auch in Zukunft keine Softwarepatente gibt.

6. Urheberrechtgesetzgebung modernisieren

Der Urheberrechtsschutz darf nicht weiter ausufern. Die Durchsetzung der Rechte der Verwertungsindustrie hat zu einem massenhaften betriebenen Abmahn-Geschäftsmodell und damit zu einem Rechtsmißbrauch geführt. Wir fordern daher eine Bagatellgrenze für die Verfolgung von Verletzungen von Immaterialgüterrechten und die Einschränkung der Kosten bei der Durchsetzung gegen Privatleute ohne kommerzielle Vorteile aus der Verletzung. Die Schutzfristen für urheberrechtlich geschützte Werke sollen verkürzt werden, um die Allmende zu stärken.

Der Chaos Computer Club setzt sich für eine Neuregelung des Kompensationsmodells für Urheber ein. Ihre Rechte und ihre Unabhängigkeit von der Verwertungsindustrie sollen gestärkt werden. Der CCC wird hierzu eine eigene Idee für die Bezahlung vorstellen, welche die Idee der Kulturflatrate abwandelt.

7. Zugangsprovider haften nicht für die Daten ihrer Kunden

Neben den Zugangsprovidern soll auch die Haftung der Webseitenbetreiber für Daten ihrer Benutzer ausgeschlossen werden. Zugangsprovider und Betreiber von Webseiten sollen zudem nur in schwerwiegenden Kriminalfällen die persönlichen Daten ihrer Kunden und Benutzer offenbaren dürfen.

Diensteanbietern sollen ermuntert werden, keine Logdaten über ihre Benutzer zu erheben und nicht nach persönlichen Daten zu fragen.

8. Private Daten besser schützen

Für den Staat muß eine rigide Datensparsamkeitsregelung gelten. Daten, die nicht objektiv gebraucht werden, dürfen nicht erhoben werden. Anfallende Daten sind unverzüglich zu löschen, wenn kein Speicherzweck belegt werden kann. Hier sind keine könnte-würde-hätte-Argumentationen der Polizeilobby gültig, sondern ein konkreter und die Nachteile aufwiegender Nutzen muß nachgewiesen sein. Das Weitergeben von zu Unrecht erhobenen Daten sowie Datenmißbrauch sollen endlich mit empfindlichen Strafen bewährt werden.

Auch bestehende Regelungen müssen geprüft werden. Andere Länder kommen ganz ohne Personalausweis aus, etwa die USA und Großbritannien. Wieso brauchen wir einen Personalausweis, zumal einen mit biometrischen Daten und Online-Zugriff der Behörden auf die Ausweisdaten? Wieso darf unser Paß biometrische Daten enthalten? Biometrische Ausweisdokumente mit funkendem Mikrochip sind nicht sinnvoll begründet, daher soll ihre Verbreitung nicht fortgeführt werden.

9. Recht auf Anonymität etablieren

Anonymität ist ein wichtiges Gut, sowohl in der realen Welt als auch im Internet. Für die politische Willensbildung ist es wichtig, daß Bürger sich informieren und diskutieren können, ohne sich beobachtet oder verfolgt zu fühlen. Authentizität im Internet darf nicht zu Lasten der Anonymität gehen und nicht durch erkennungsdienstliche Behandlung erkauft werden.

Wir fordern daher, daß Betreiber bestehender anonymer Kommunikationsmöglichkeiten wie etwa Tor nicht weiter Verfolgung und Repressalien ausgesetzt werden, sondern eindeutig gesetzlich geklärt wird, daß sie nicht für über ihre Dienste getätigte Äußerungen belangt werden dürfen. Die vermehrten Beschlagnahmen von Computern, die Anonymisierungsdienste betreiben, sind zu beenden. Dies gilt umso mehr, da Menschen aus nicht-demokratischen Staaten auf die Bereitstellung solcher Dienste angewiesen sind.

10. Profilbildung über Menschen verhindern

Im Internet verbreitete Daten betreffen die Privatsphäre der Bürger und lassen das Erstellen umfangreicher Persönlichkeitsprofile zu. Sie müssen daher stark geschützt werden. Dies betrifft sowohl die Nutz- als auch die Bewegungsdaten. Die Zusammenführung von Daten ermöglicht zusätzliche Einblicke in die Privatsphäre der Bürger. Daher soll datenschutzrechtlich dafür gesorgt werden, daß auch jemand, der legal Zugriff auf mehrere Datenbanken hat, daraus für ihn nicht das Recht auf Zusammenführung der Daten folgt.

Datenverschlüsselung als Mittel zum informationellen Selbstschutz ist ein Grundrecht und darf nicht beschnitten werden. Dazu gehört auch, daß niemand gezwungen werden kann, seine Paßwörter oder Schlüssel offenzulegen.

11. Whistleblower-Schutz verbessern

Whistleblower müssen geschützt und dürfen nicht verfolgt werden. Keiner, der den Mut zeigt, verborgene Mißstände öffentlich zu machen, darf benachteiligt werden. Wer unbequeme Wahrheiten auch unter persönlicher Gefahr ausspricht und weitergibt, soll daher gesetzlich geschützt werden.

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