Jul 042011
 

Hallo liebe Leute,

Heute will ich mich mal mit einem etwas untypischen Thema beschäftigen. Naja was heißt untypisch? Ich schreibe ja ausschließlich über Dinge die mich bewegen und interessiere, von denen ich genug Ahnung habe um es offen ins Netz zu stellen. Natürlich gibt es auch Dinge die die Allgemeinheit nichts angehen oder schlicht weg nicht interessant sind. Da ich an diesen Beitrag aber auch an einen Aufruf zum Blutspenden koppeln möchte, ergibt es wieder Sinn euch davon zu erzählen.

Ich war heute zum ersten mal Blut spenden. Vor 1,5 Jahren war ich schon mal beim Blut spenden, wurde damals aber zurück gestellt, da ich eine Entzündung hatte. Ich habe aber damals schon die nötigen Unterlagen ausgefüllt, so dass ich meinen Blutspender-Pass schon hatte. Über die Post werde ich seither über die nächsten Spenden Termine informiert. Das Spenden hat auch für euch einige Vorteile die in Betracht gezogen werden sollten. Dazu aber später mehr.

Zusätzlich habe ich damals schon einen Organspende Ausweis ausgefüllt. Ich glaube nicht an das Leben nach dem Tod und wenn ich aus welchen Gründen auch immer verfrüht sterben sollte und meine Organe jemandem das Leben retten können, dann halte ich das für eine gute Sache. Es gibt so viele Leute die auf eine Organspende angewiesen sind und ewig warten müssen. Oft auch bis es schon zu spät ist. Also wenn ihr so denkt wie ich, dann besorgt euch einen solchen Ausweis. Dabei handelt es sich lediglich um eine Papp-Karte in Scheckkartengröße. Auf der Vorderseite steht eure Anschrift und auf der Rückseite macht ihr ein Kreuz und bestimmt damit inwieweit eure Organe verwendet werden dürfen.

Zurück zum eigentlichen Thema

Viele können sich wahrscheinlich nicht direkt vorstellen, wie sowas abläuft, deshalb beschreibe ich es euch. Die folgenden Punkte beziehen sich auf den Ablauf beim „Deutschen roten Kreuz“.

Als erstes muss man sich natürlich einen Blutspender-Pass beantragen. Dieser wird euch dann per Post zugeschickt. Das muss man natürlich nur einmal machen, wird euch aber alles vor Ort erklärt.

Jedes mal erfolgen folgende Dinge:

Anmeldung:

man meldet sich mit seinem Blutspender-Pass an und füllt einen Befindlichkeits-Bogen aus. In diesem muss man ankreuzen wie man sich fühlt und ob man irgendwelche, für das Blut spenden relevanten Krankheiten hat.

Diesen Bogen geht ein Arzt mit einem durch. Bei Bedenken wird man zurück gestellt, da natürlich niemand angesteckt werden soll. Es wird auch gleich Fieber gemessen und eine kleine Bluttropfen-Probe abgenommen und direkt getestet.

Blutabnahme:

Zur Abnahme legt man sich auf eine Liege und bekommt eine Nadel mit angeschlossener Blutkonserve (oder wie das heißt) in den Arm gepickst. Außerdem bekommt man irgendein Schaumstoff Teil in die Hand und soll das langsam zusammendrücken und entlasten damit das Blut raus gepumpt wird; ich habe ein rotes Herz bekommen. Klingt wirklich schlimmer als es ist, Impfungen sind schlimmer; WIRKLICH.

Nach der Abnahme soll man sich ein paar Minuten ausruhen. Ich hätte mir das sonst auch gespart, da ich mich danach noch erstaunlich fit fühlte, aber die Ärztin bestand drauf.

Nach knapp 5 Minuten füllt man dann noch einen Bogen aus, auf dem man sich selbst von einer Blutspende ausschließen kann. JEDE Blutspende wird zwar auf sämtliche Krankheiten hin getestet, aber gerade bei Krankheiten bei denen die Ansteckung noch nicht lange zurück liegt können möglicherweise nicht erkannt werden. Dieser Zettel enthält nur die Nummer der Spende und wird in eine Art Wahlurne geworfen. So bleibt es anonym, wenn jemand seine Krankheit nicht zugeben möchte.

Essen:

Anschließend darf man sich beim Buffet bedienen. Es gab belegte Brötchen mit Ei, Mett, Salami, Käse, Fleischsalat etc. Außerdem noch Jogurt, und Kuchen. Zu trinken gab es Vitaminen Saft, Kaffee, Selter und Cola.

Als Erstspender habe ich noch eine Tafel Schokolade erhalten.

Zusammenfassung

Fassen wir nochmal zusammen:

Vorteile:

  • Man hilft Leuten das Leben zu retten.
  • Das eigene Blut wird jedes Mal auf Krankheiten überprüft.
  • es gibt was zu Essen bzw. ein Geldausgleich

Nachteile:

Eigentlich keine, lediglich der Zeitaufwand und ein Picks im Arm.

Ich habe gehört, dass es bei anderen Stellen auch 20€ für das Spenden geben soll, weiß das aber nur vom Hören sagen.

Wenn ihr euch jetzt entschieden habt, dass Blut spenden eine gute Sache ist oder ihr noch weitere Informationen braucht, dann solltet ihr mal hier vorbeischauen:

http://www.blutspende.de/

Meine Beiträge arten echt aus in letzter Zeit, ist nicht geplant 🙂

  3 Responses to “Erfahrungsbericht: Blut spenden”

  1. Sehr gut!

    In der Diako kann man Montag – Freitag (Mittwochs nur auf Bestellung) spenden: http://www.diako.de/diako-flensburg/diakonissenkrankenhaus-fl/labor-und-transfusionsmedizin.html
    Dort gibt es ab der zweiten Spende auch die 20€. Parken kann man zur Spende kostenlos im Parkhaus (2h werden auf dem Chip gutgeschrieben).

    Ich gehe immer in die Diako weil man es jederzeit spontan machen kann und nicht auf einen Termin warten und Zeit haben muss.

  2. ja super,
    wie oft darf man nochmal spenden, alle 6 Wochen?

  3. Gesetzliche Wartezeit sind 56 Tage.
    In der Diako sagen sie aber dass man zwar nach 56 Tagen spenden kann, das aber nicht regelmässig tun sollte sondern dem Körper auch mal etwas mehr Pause gönnen soll.

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