Jun 282011
 

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Browserwahl. Auf dem Markt gibt es so einige Browser, ernsthaft beschäftigen möchte ich mich aber nur mit den 2 großen ECHTEN Browsern Firefox, Chrom und der Krankheit, die da heißt Internet Explorer.

Opera:

In meinen Augen zu überladen und sehe keinen Grund warum man den nutzen sollte.

Apple Safari:

Ist bei MacOS dabei. Der Browser scheint soweit ganz okay, nutze ihn aber nicht aktiv. Habe ihn lediglich zu Testzwecken installiert und kenne ihn zu wenig um mir ein echtes Urteil bilden zu können.

Microsoft Internet Explorer:

Dass der Internet Explorer der Ursprung allen Bösen ist weiß wohl fast jeder, aber anstatt ihn hier sinnlos runter zu machen versuche ich mal meine persönlichen Präferenzen ein wenig zur Seite zu drücken und euch zu erzählen was an dem IE so schlimm ist.

Das Internet ist sehr schnelllebig und das World Wide Web Consortium (W3C), verabschiedet Standards für das Internet. Diese Standards ermöglichen es, dass Webseiten bei allen Browsern identisch aussehen und man nicht wie in den 90er Jahren auf die Seite schreiben musste für welchen Browser die Seite optimiert ist.

Dem W3C gehören eine ganze Reihe Firmen an, darunter befindet sich auch alle wichtigen Browser Herstellen: Apple (Safari), Opera, Mozilla (Firefox), Google (Chrome) und Microsoft. Microsoft? JA GENAU Microsoft gehört dem W3C an und trotzdem haben sie sich bis vor ein paar Jahren einen Dreck um Web-Standards gekümmert. Microsoft hat über Jahre hinweg ihre Marktmacht durch den bei Windows vorinstallierten Internet Explorer ausgenutzt um ihr eigenen Standards zu verbreiten.

Der Benutzer bekommt davon aus folgendem Grund aber nichts mit:

In der Webentwicklung ist es für jede normale Seite Wichtig, dass sie auch im Internet Explorer funktioniert, da dieser nach wie vor von vielen genutzt wird. Bei neuen innovativen Features ist der IE IMMER der gemeinsame Nenner, es können neue Features also nicht eingeführt werden weil es den IE6 gibt. Einige Features sind mit speziellen IE Hacks möglich, aber nicht alle.

Ein gutes Beispiel sind runde Ecken.

diese lassen sich relativ einfach mit folgendem Befehl erreichen:

border-radius: 10px;

Im Internet Explorer geht diese Funktion ab Version 9. Wenn man bei älteren Versionen trotzdem runde Ecken haben will muss man ein Bild in Photoshop oder Gimp erstellen und es als Hintergrund definieren. Das ist natürlich recht aufwendig. Wenn wir jetzt noch wollen dass unsere Seite sich in der Breite dem Browserfenster anpasst wird es schwierig. Bilder kann man zwar in der Größe mit

background-size: 100% auto;

(bewirkt: Breite=100% und behält die Proportionen)

anpassen, aber das kann der IE auch erst ab Version 9. Das Bild hat außerdem natürlich noch die Auswirkung dass die Seite langsamer lädt. Der Webentwickler hat also mehr Arbeit durch alte Browser, wodurch Webseiten teurer und weniger modern werden als sie sein könnten.

In der Informatik ist Abwärtskompatibilität ein wahrer Fluch und im Internet hat dieser Fluch ein Namen: INTERNET EXPLORER 6.

Nach all diesem Gemecker sollte man aber auch sagen, dass Microsoft angefangen hat Webstandards zu unterstützen. Der IE6 stirb langsam aus und wird in der Entwicklung oft schon nicht mehr berücksichtigt. ab dem IE8 hat Microsoft angefangen ihre jahrelangen Versäumnisse gut zu machen und der IE9 ist schon ganz okay. Ganz okay will heißen, dass Microsoft nur noch ca. ein Jahr hinter Firefox, Chrome, Opera und Safari hinterher hinkt.

Gestern erreichte mich aber die Schreckensnachricht, dass der IE9 bis mindestens 2020 unterstützt werden soll. Man sollte doch meinen, Microsoft hätte aus ihren Fehlern gelernt. Chrome und Firefox mittlerweile auch erscheinen alle 6 Wochen um dem Benutzer neue Features schneller anbieten zu können. Wenn der IE9 bis 2020 unterstützt wird bedeutet das, dass ich hier mit meinem Firefox, bzw. Chrome Version 70+ sitze während Microsoft noch den IE9 am Leben hält.

Man bei dem Gedanken wird mir schlecht. Die Entwicklung im Web wird immer schneller und nicht langsamer, da halte ich eine solche Einstellung für schlichtweg falsch.

Dieser Teil ist sehr ausführlich geworden, aber ich denke es macht klar warum ausnahmslos ALLE Leute die mit der Webentwicklung etwas zu tun haben den IE tot sehen wollen.

Mozilla Firefox

Der Firefox war jahrelang die Nummer 1 im Web. Der Browser kümmert sich um Webstandards allerdings nicht zu jedem Preis. Bei dem W3C Webstandard Test Acid3 erreicht der Firefox 5 genau wie Version 4 lediglich 97% Version 3.6 kam auf 95% wenn ich mich nicht irre. Chrome, Opera und Safari erreichen schon länger die 100%. der IE 9 bringt es auf doch beachtliche 95%, während der IE8 nur 20% geschafft hat.

Der Firefox ist ein super Browser, in der Geschwindigkeit wurde echt einiges gemacht. Hier liegt aber nicht seine Stärke. Die Stärke des Firefox sind seine vielen Add-Ons die ihn zur eierlegenden Wollmilchsau verwandeln. Zusätzlich zu den Add-ons gibt es die Möglichkeit mittels dem Add-On Greasemonkey Scripts einzubinden.

Der Firefox ist nach wie vor mein Hauptbrowser, seine Tage sind jedoch gezählt…

Google Chrome

Seit dem 11. Dezember 2008 hat auch Google einen Browser auf dem Markt. Den Browser aus dem Hause Google gibt es mittlerweile schon in der 12. Version. Google gehört zusammen mit Apple zu dem beliebtesten Arbeitgeber der USA, kein Wunder also dass bei Google absolute Top Leute arbeiten. Dazu kommt das der Browser Google echt wichtig ist. Nur so ist es zu erklären wie der Browser so schnell wachsen konnte.

Chrome erreicht die 100% beim oben genannten Acid3 Test. Darüber hinaus liegt er in allen unabhängigen Benchmarks, also Geschwindigkeitstests für Browser vorne. Der Geschwindigkeitsvorteil ist nicht nur theoretisch, man merkt ihn wirklich. Dazu kommt dass der Browser super schnell startet.

Wer also eh keine Add-Ons nutzt kann und sollte zu Chrome wechseln.

Und selbst wer Add-Ons nutzt sollte mal gucken was mit dem Chrome so möglich ist, denn auch in Sachen Add-Ons holt Chrome unaufhaltsam auf. Meine Add-Ons werden mittlerweile alle unterstützt. Ein Add-On (die Web Developer Toolbar) funktioniert noch nicht zu 100%. Gestern hatte ich erstmalig die Situation, dass ich für mein Chrome ein Add-On sofort gefunden habe und bei Firefox eine halbe Stunde suchen musste (Ich wollte ein Add-on, das bewirkt, dass YouTube Videos nicht automatisch starten, aber dennoch puffern).

Der Grund warum ich noch den Firefox nutze ist einerseits, dass ich gerne meine Lesezeichen, gespeicherte Passwörter und so über alle Geräte synchronisiere. Und selbst dafür habe ich mittlerweile ein Add-on entdeckt.

Bleibt also echt nur noch EINE Sache und dass sind Userscripts. Beim Firefox benötigt man dafür Greasemonkey. Chrome unterstützt diese nativ, allerdings benötigen diese Scripts unter Chrome eine etwas andere Programmierung und die mir wichtigen Scripts wurden von den Entwicklern noch nicht ausreichend an Chrome angepasst.

Wenn ich also mit dem Browserspiel Ogame aufhöre oder diese Scripts unter Chrome laufen werde ich wechseln.

Zusammenfassung

Ich nutze den Chrome schon jetzt als Browser für das Surfen und der Firefox ist mein Ogame Browser. Mit jeder Version tendiere ich weiter zu Chrome und wenn Google weiter so viel Herzblut da rein Steckt werde ich irgendwann ganz wechseln.

Meinen Kunden werde ich in Zukunft den Chrome anstelle des Firefoxes installieren, da diese zum großen Teil ohnehin keine Add-Ons nutzen und damit einfach besser dran sind. Besonders die automatische Aktualisierung von Chrome und der integriertem Flash Player sind gut, da viele meiner Kunden aus Angst vor Viren nicht mal mehr Updates zulassen. Chrome fragt nicht, sondern macht einfach. So ist der Benutzer immer auf dem aktuellsten Stand.

Wenn du den Chrome noch nicht ausprobiert hast ist jetzt die Zeit dafür gekommen.

http://www.google.com/chrome/intl/en/make/download.html?brand=CHKZ

 

Nachtrag:

Jonathan wies mich gerade noch auf einige Dinge hin. Der Firefox ist im Gegensatz  zum Chrome ein Open Source Browser und die Daten werden nicht ausgewertet. Damit weiß dann Google nicht nur was ihr in deren Suche eingebt, sondern deutlich mehr.

Dem sollte man sich bewusst sein. Ich für meinen Teil nutze ein Google Smartphone, da ist eh Hopen und Malz verloren.

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