Lennart K.

 

Letzte Woche hat mal wieder die größte Computer-Messe der Welt, die CeBIT stattgefunden.

Ich war am Samstag mit 4 Freunden da und ich muss sagen ich habe die Chance genutzt und genossen, mit kompetenten Menschen aus der IT Branche auf einem gewissen technischen Level zu kommunizieren.

Einmal im Jahr keine Vertriebs-Blondinen, die einem nach 2 Sätzen nicht mehr folgen können und auf jede technisch halbwegs fundierte Frage reflexartig mit, bei mir Aggressionen auslösenden Sätzen wie “Das ist technisch nicht möglich” beantworten. Man gut dass der intellektuelle Horizont solcher Vertriebs-Blondinen nicht die innovative Kraft in unserer Gesellschaft darstellt, sonst würden wäre unsere Spezies auf Grund mangelnder Flexibilität mit den Mammuts ausgestorben.

So genug geflamt, ich war also auf der CeBIT.

Telekom:

Ich habe mich bei einem Telekom Mitarbeiter über einige Dinge, auf die mich insbesondere die Folge “Internet im Festnetz” des h0ch geschätzten CRE Podcasts aufmerksam gemacht haben.

Warum nutzt die Telekom nicht das volle Frequenzband?

Historisch gesehen befand, bzw. befindet sich im unteren Frequenzbereich der Telefonkabel das Telefon. Im oberen Frequenzbereich bis in den Megahertz (MHZ) Bereich befindet sich DSL. Bei Anschlüssen ohne Festnetz, also mit IP-Telefonie wird der untere Frequenzbereich nicht benutzt. Interessant ist hierbei auch zu wissen, dass das untere Frequenzband deutlich weiter übertragen werden kann ohne dass es zu Störungen kommt.

Eine Ausnutzung des unteren Frequenzbereiches würde also dazu führen, dass DSL an Stelle X mit einer höheren Geschwindigkeit betrieben werden könnte. Außerdem könnte man auf diesem Wege die Geschwindigkeit über eine weitere Entfernung zur Verfügung stellen. Dies wird in nicht Internet-Entwicklungsländern, wie Dänemark, Schweden, Polen usw. auch bereits gemacht.

Der freundliche Herr von der Telekom erklärte mir, dass dies bereits in einigen Teilen Deutschlands gemacht werde. Eine unterschiedliche Konfiguration bei verschiedenen Kunden sei jedoch schwierig. Dazu kämen Probleme bei der Genehmigung durch die Bundes Netzagentur. Ich werde das bei Gelegenheit mal erfragen.

Warum nur eine Kupferader?

Laut des freundlichen Telekomikers sind bei Ihnen technisch nur 16 Mbit Down- und 1 Mbit Upload verfügbar? BULLSHIT, 90 Mbit entspricht eher der Realität. Hierzu muss man wissen, dass für das handelsübliche DSL ein Paar Kupferadern verwendet wird. Pro Haushalt werden aber 3-6 Aderpaare verlegt.

Wenn wir jetzt wie oben beschrieben die komplette Frequenzbreite ausnutzen und statt eines Aderpaars drei nutzen können wir gewisse Pufferräume weg lassen da auf jeder Leitung Up- oder Download liegt. Dadurch kommt man laut dem oben erwähnten CRE auf einen Durchsatz von ca. 30 statt 16 Mbit pro Leitung. Man könnte also 2 Leitungen für den Down- und eine Leitung für den Upload nutzen und hätte so 60 Mbit im Download und 30 Mbit im Upload.

Bei 6 Ader Paaren und Leuten die Bereits VDSL 50 haben käme man also theoretisch auf 6x 100 Mbit, also 600 Mbit statt derzeit 50+5 diese könnte man dann z.B. in 400 Down- und 200 Mbit Upload aufteilen.

All dies hat der freundliche Herr von der Telekom nicht bestritten. Er argumentierte für mich durchaus nachvollziehbar. Es lohnt sich wirtschaftlich nicht DSL in dem Maße auszubauen, weil die Kunden für eine deutlich schnellere Leitung i.d.R. nicht bereit sind deutlich mehr zu zahlen. Solange die Konkurrenz durch die Kabelanbieter wie Kabel Deutschland, die bereits 100 Mbit anbieten also nicht maßgeblich steigt wird sich an dieser Stelle in Zukunft nichts ändern.

Meine Befürchtungen aus dem bereits mehrfach erwähnten CRE wurden also bestätigt. Wir brauchen einen “telekromatischen Frühling” wenn sich hier was ändern soll oder eine Politik, die Internet als Wirtschaftsfaktor anerkennt. Unsere derzeitige Regierung diskutiert aber lieber über die bösen Filesharer und Kinderpornographen.

Glasfaser?

Seit den 80ern wird in Deutschland Kupfer in den Boden gelegt. DSL funktioniert NUR mit Kupferkabeln. Nein, Glasfaser Internet ist kein DSL. In den 90ern im Zuge der IT Blase wurde vielerorts Glasfaser statt Kupfer verlegt, da man glaubte Internet über Kupfer sei mit analog und ISDN am Ende.

Dies führte dazu, dass in vielen Bereichen Deutschlands lange nur ISDN verfügbar war. Diese Gebiete werden allmählich mit Breitband Internet erschlossen.

Kabel liegen genug, jedoch hat die Telekom kein finanzielles Interesse kleine Gemeinden mit Glasfaser Internet zu versorgen, da sie die entsprechenden Leute eh als Kunden haben und keine Konkurrenz da ist. Erst wenn ein fremder Anbieter einen Antrag stellt um in solchen Gemeinden “echtes” Internet anzubieten wird die Telekom aktiv und stellt ihre eigene Technik hin.

Dies ist ein Missbrauch der Glasfaserkabel, die die Telekom bei der Privatisierung geerbt hat und die Politik muss in meinen Augen hier aktiv werden. Bei CDU Politikern, die man gerade meinen Ausformulierungen folgen können und sonst nur gelegentlich “Internet gucken” mache ich mir da allerdings wenig Hoffnung.

Warum ein Algorithmus der auf Daten aus den 80ern basiert?

Laut meinen Informationen berechnet die Telekom die verfügbare Internet Geschwindigkeit auf Basis der Pläne wann wo wie dicke Kupferkabel verlegt wurden. Dieser Algorithmus ist dermaßen “broken”, dass er 1 Mbit anzeigt bei Haushalten die 16 Mbit bekommen könnten.

Der freundliche Herr der Telekom erklärte mir, dass dies bereits seit 2009 nicht mehr gemacht wird.

Fakt ist, dass jedes DSL Modem nach dem Einschalten mit der Zentrale seine Bandbreiten aushandelt. Ergebnis dessen sind exakte Messergebnisse. Auf Basis dieser lassen sich deutlich bessere Aussagen für Neukunden treffen. Wenn, bsp. weise in einem Haus 3 Haushalte 16 Mbit bekommen, so ist eine ähnliche Geschwindigkeit bei anderen Haushalten zu erwarten.

Kleiner Tipp, in den Fritz!Boxen der Firma AVM kann man unter DSL Informationen diese Daten einsehen, man kann also gucken was verfügbar ist und was der Anbieter einem schaltet.

Fortsetzung folgt

Oha, das wurde doch länger als gedacht.

Ich habe mit dem Herren der Telekom ca. 15-20 Minuten gesprochen. Ähnlich lange Gespräche habe ich mit Microsoft, Draytek, AVM, ESET, Drupal, WordPress und einem Anbieter für Überwachung von Einsatzkräften geführt. Mein Gespräch mit Freifunk wurde durch meine mitreisenden unterbrochen und am Libre Office konnte ich nur ein freundliches “danke und keep up the good work” loswerden, aber dazu später mehr.

Ich werde deshalb einen 2. Teil schreiben.

 

edit: Teil 2 fällt aus.

 

Hallo allerseits,

An diesen Donnerstag, dem 15.3. ist wieder Stammtisch der Flensburger Piraten. Wir treffen uns wie jeden 2. Donnerstag um 19:30 Uhr in der KKI Lounge in der Duburger Straße 14.

Unser Stammtisch Leader und Direktkandidat für Flensburg, Matthias Nagel wird diesmal nicht anwesend sein. Dafür ist Torge Schmidt, unser Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 6. Mai mit von der Partie. Unser Direktkandidat für Flensburg-Land Björn Albrecht ebenfalls anwesend sein.

Unser Stammtisch ist öffentlich, es ist also jeder eingeladen vorbeizuschauen, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen.

Unser derzeit dominierendes Thema ist die Wahl des Schleswig-Holsteinischen Landtags am 6. Mai. Dieses Thema wird wohl diese Woche auch wieder den offiziellen Teil des Stammtisches bestimmen.

So planen wir am 1. April viele Piraten nach Flensburg zu holen und eine große Aktion zu starten. Außerdem werden wir berichten was sich sonst so in den letzten Wochen ergeben hat.

Im Anschluss ist wie immer eine offene Diskussion geplant in der ihr euch einbringen könnt und Piraten eures Vertrauens mit Fragen löchern dürft.

 
ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) ist wie der Name vermuten lässt ein internationales Handelsabkommen gegen Produktpiraterie.
Das Problem das wir Piraten und weitestgehend alle Netzaktivisten und Netzbürger mit diesem Abkommen haben ist, dass ACTA nicht demokratisch ausgehandelt wurde. ACTA wurde von Lobygruppen der Urheberrechtsindustrie und  Staaten ausgehandelt.
Urheber und Endbenutzer wurden nie gefragt. Dazu kommt, dass in dem Abkommen viele unklare und missverständliche Formulierungen enthalten sind, so dass selbst Politiker des Europaparlaments die über dieses Abkommen abstimmen sollen nicht wissen über was sie genau abstimmen.
Die mit Mühe abgewehrten Netzsperren könnten mit ACTA durch die Hintertür somit eingeführt werden.
 
Deshalb wird am 25.02.2012 in Kiel wieder demonstriert. Wir laden jeden herzlich dazu ein mitzudemonstrieren, ob Pirat oder nicht Pirat.

Thema: Stoppt ACTA!
Versammlungsort, Route: Hinweis, Route ist Vorläufig, kann ggf. noch geändert werden
Start: Asmus-Bremer-Platz
Route: Holstenstr., Ziegelteich, Andreas-Gayk, str, Berliner Platz, Holstenstr.
Ziel: Asmus-Bremer-Platz

Teilnehmerkreis: Bürger (M/W) mit Interesse an digitaler Kommunikation
und oder Urheberrecht

Teilnehmerzahl: unbekannt, wahrscheinlich 500

Geplante Dauer: 15 bis 18 Uhr. Kann ggf. länger dauern

Ps. Diesen Artikel habe ich ebenfalls auf unserer Flensburger Piratenseite gestellt.

 

Danke an Lestidae auf Flickr.com

In den letzten Tagen wurden im Norden einige Eisflächen freigegeben, siehe z.B. Alstervergnügen.

Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt ob die drei großen Seen in Glücksburg offiziell freigegeben sind. Eis laufen auf freien Flächen ist schließlich ziemlich spaßig und Unterstützerunterschriften für die Piraten zu sammeln wäre da bestimmt auch möglich.

Das heraus zu finden ist wie ich feststellen musste jedoch nicht so ganz einfach.

Nach dem die Webseiten von Glücksburg, Flensburg, dem NDR, RSH und so manch eine Google Suche kein Erfolg brachten entschied ich mich für das gute alte Telefon.

Auf der Glücksburger Seite gibt es die Nummer zur Touristeninformation. Auf die Frage ob die Glücksburger Seen schon freigegeben sind, antwortete mir eine höfliche Frauenstimme, dass ich mich wegen Angelmarken beim Rathaus melden müsse.  Die Frage ob die Touristeninformation nach Afrika outgesourct wurde habe ich mir einfach mal verkniffen und bei der Stadt angerufen.

Bei der Stadt verwies man mich an eine Abteilung, die sich aber in einer Besprechung befand.

30 Minuten später erfuhr ich dann, dass die Seen nicht der Stadt sondern der Forstverwaltung unterstellt sind.

Unter Forstverwaltung Glücksburg findet das Telefonbuch zwei Einträge und wie sollte es anders sein geht dort natürlich niemand ans Telefon. Mit niemand meine ich nicht mal ein Anrufbeantworter.

OH MANN, warum muss die deutsche Verwaltung so kompliziert sein. Ein online Portal für solche Dinge wie wir es im Wahlprogramm der Piraten fordern hätte mir an dieser Stelle echt geholfen.

 

Nachtrag:

ich habe jemanden beim Forstamt erreicht. Die geben die Seen nicht frei. “Betreten auf eigene Gefahr”.

 

hallo allerseits,

meine E-Mails sind jetzt digital signiert, ihr könnt also folgenden public key nutzen um zu verifizieren, dass die E-Mail wirklich von mir kommt und mir verschlüsselte E-Mails schicken.

HIER gibts den Key als Download.

—–BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK—–
Version: GnuPG v2.0.17 (MingW32)

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V3fkIHUesRSoO9j3NFAtHzKf8GGDbuVbsJg4X0Gehk3//yF733l9xWiQcdQy8eAA
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bm5hcnQua0B0aGlua2luZy1hbG91ZC5ldT6JATwEEwECACYFAk8qhwMCGyMFCQlm
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w9ZGtoqhjWjrap7BTZOWnbLc2eAS83b/SJ0L3QJbycv3JrCrpw5F6g/qs+bcXqiN
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pISWuKdXrsTvfBjLR4dHzZkDw08SDGabB132Uen39GIdGkRNJHMDRiXGPKG0z1H/
LKcWSEnvMDyPcMD+q9sa8qy1nkQvqx9T4Yzmx+CpsPYumkVTABEBAAGJASUEGAEC
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ZaMAjji0qjvrAv+8qbTThQChmYL02XetkkTXuqx1x2QWCtkFus6NNtOd/sDGwJDq
1uWRW+twY21IdC+JfuW0smE5O3D2KOV60Ta323y86lt4b0wnaMLJW2K1KR9HVV+4
RTVQfh6TT1cQEzOwGkJpeXCIDRgN+pruARnX9TJ3EaQV+vKU1P/EO1H1Lw5aqgou
zyahZ63aVYh8+R1KJy5xone4wjO3coIz1auybphsNOxifG7prPuFi9gkh7q0Dp3v
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Ag==
=k7J2
—–END PGP PUBLIC KEY BLOCK—–

 

Hallo liebe Leute,

ich habe für unseren Stammtisch hier in Flensburg einen Flyer erstellt. Prompt kamen 2 andere Stammtische und wollten den Flyer “Raubmord kopieren”, was mich natürlich gefreut hat. Allerdings wird es was das coperate design der Piraten angeht, weshalb mein Flyer vorerst nicht in großen Stückzahlen gedruckt werden wird. Dennoch möchte ich ihn mit euch teilen.

Wie immer freue ich mich über Kommentare und Kritik.

 

Wie die Piratenpartei durch die Firma Werbewolke GmbH aus Harrislee an ihrer politischen Arbeit gehindert wird:

Die Firma Werbewolke organisiert am heutigen 29.01.12. in der flensburger Innenstadt einen verkaufsoffenen Sonntag.

Freitag 27.01.12
Ich wollte einen Stand der Piratenpartei für den Sonntag beantragen. Dies wurde mit dem Grund der zu kurzfristigen Beantragung abgelehnt.

Sonntag 29.12. (heute)
Da laut einer Sonderordnung des technischen Betriebszentrums (TBZ) das Flyer verteilen im öffentlichen Raum “UNEINGESCHRÄNKT” erlaubt ist entschieden wir uns zu diesem Schritt.
Frau Sabine Buchwald von Werbewolke hatte damit aber wie wir schnell feststellen mussten ihre Probleme. Zuerst versuchte sie uns als Infostand loszuwerden. Da wir aber keinen Infostand hatten war das schnell aus der Welt geschafft.
Danach meinte sie, auch Flyer verteilen sei Anmeldepflichtig. Selbst das im folgenden verlinkte Dokument, aus dem eindeutig hervorgeht, dass Flyer verteilen legitim ist schien sie nicht zu interessieren.
Sie erzählte uns auch noch, dass sie auf ihren Veranstaltungen keine politischen Parteien dulden würden. Außerdem war das Ablehnen unseres Infostandes mit der Begründung der mangelnden Langfristigkeit Zitat: “die einfachste Ausrede”.
Schlussendlich entschieden wir uns abzuziehen und unseren Landespressesprecher zu informieren. Dieser wird sich morgen zusammen mit unserer Rechtsabteilung mit dem Thema auseinandersetzen.

Dokument des TBZ gibt es HIER.
vorletzte Seite 5b:

 

Hallo liebe Leute,

ja ich lebe noch.

Ich dachte ich stelle einmal unser Projekt in dem Fach Konzeption Film Game vor.

Unser eigenst ausgearbeitet Treatment gibt es HIER.

Aufgabe war es die nötigen Bilder zu malen, abzufilmen und zu vertonen. Wir sind etwas weiter gegangen, aber schaut es euch doch selbst an.

 

 

Gestern habe ich mir bei dem schönen Wetter die Zeit genommen einfach mal ein paar Fotos zu machen. Da ich keine anständige Camera besitze sind die Bilder mit dem Handy entstanden.

Das letzte Bild ist ca. 50 Meter von meiner Wohnung aus entstanden und im Hintergrund ist Dänemark zu sehen.

 

Hallo hallo,

ja mich gibt es noch, ich hatte nur ehrlich gesagt immer was um die Ohren oder keine Motivation mal etwas zu schreiben.

Allerdings muss ich ja noch mein Versprechen einlösen und Bilder vom Mittelalterlich Phantasie Spectaculum online stellen. Ja ich weiß das war im Mai, aber besser spät als nie. Hier sind sie also:

 

 

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