Sep 302010
 

… fängt das Leben in einem Blutrausch von Sadismus erst richtig an.

Also mein Tag war auf gut deutsch gesagt „SCHEIßE“ und ich dachte mir, dass es ihn nicht ganz so schlimm macht wenn andere sich dran erfreuen können:)

Es fing letzte Nacht um 2 Uhr an. Ich wollte mich nochmal vergewissern ob ich bei meinem Termin in Kiel um 14 oder 15 Uhr sein sollte. Wie ich feststellte war der Termin nicht um 14, sondern schon um 10 Uhr, also in 8 Stunden. Blieben also noch 6 Stunden Schlaf und die Gewissheit, dass ich nicht zu meiner Mathematik Vorlesung um 12:15 erscheinen könne.

Am nächsten Morgen beim Verlassen meines Zimmers hatte ich dann auf einmal den Griff meiner Türklinke in der Hand, die andere fiel zeitgleich scheppernd zu Boden. „NA TOLL“ dachte ich, der Tag fängt ja gut an… machte mir aber keine weiteren Gedanken.

Im Auto fiel mir auf, dass ich weder IPod, noch das Anschlusskabel dabei hatte um mein Handy ans Radio anzuschließen. Alles nicht so schlimm ich war ja recht gut gelaunt und gut in der Zeit.

Das änderte sich aber am Autobahnkreuz Rensburg. Dort musste ich rechts ab und dann die 2. Wieder rechts. Die Dame im Auto vor mir wollte offensichtlich nach dem Rechtsabbiegen die 1. Rechts nehmen, denn als sie an selbiger vorbeigefahren war, bremste sie, wechselte auf den kleinen Standstreifen und wieder zurück auf die Fahrbahn. Dabei entschuldigte sie sich mehrfach per Handzeichen. Ich amüsierte mich köstlich und war echt gut drauf. Sie beschleunigte wieder und ich auch… Ca. 10 sec. Später stellte ich fest, dass ich ebenfalls meine Ausfahrt verpasst hatte. Ich musste weiter fahren und drehen.

Die Parkplatzsuche in Kiel gestaltete sich so schwierig, dass ich wie der vor mir entschied ein Parkticket für einen als „besetzt“ ausgewiesenen Parkplatz zu lösen. Ich dachte: „naja sind ja viele Taxen und Rettungswagen da. Die zählt die Schranke bestimmt auch und irgendwo finde ich schon was.“ Nach einigem Suchen fand ich, ein Parkplatz an einem Bauzaun direkt vor einem anderen Auto.

Ich war 10 Minuten zu spät, also meldete ich mich direkt bei dem Schwestern Tresen in der Ambulanz. Diese vergaß es der Dame die für die Anmeldung zuständig war zu melden, wie ich später erfuhr. Deshalb wurde ich eine halbe Stunde später aufgerufen. Nach knapp 3,5h, 2x 5 Minuten davon waren keine Wartezeit konnte ich ENDLICH nach Hause…

DENKSTE!!! Ich kam dahin wo mein Auto hätte stehen sollte, allerdings befand sich an genau dieser Stelle statt meines Autos ein dickes rotes Halteverbotsschild. Es dauerte keine 2 Sekunden und es entglitt mir ein ziemlich lautes „SCHEIßE“ (oder auch 2 oder 3).

Mein Anruf lief etwa wie folgt ab:

ich: Hallo, Mein Name ist Lennart Karsten und ich stehe hier vor der Uniklinik und ich wurde abgeschleppt.

scheinbar junge Polizistin am anderen Ende: Sie wurden abgeschleppt…… oder ihr Auto? (ich konnte ihr Grinsen durch die komplette Leitung hören)

ich: naja ich hätte ja nix dagegen abgeschleppt zu werden, aber dann würde ich nicht bei der Polizei anrufen. Also mein Auto wurde abgeschleppt

Von der netten Dame erfuhr ich, dass das Ordnungsamt das Auto abschleppte und ca. 2KM die Straße hoch wieder abgestellt hatte wo ich es mir abholen dürfte, die Rechnung von 60-100€ würde mir zugesandt werden.

Als ich das Auto endlich erreicht hatte war ich froh und wollte erst mal schöne Mittelaltermusik aller Schandmaul zur Entspannung hören. Das Handy verweigerte natürlich den Dienst und zeigte nur ein weißes Bild. Als auch mehrmaliges Entnehmen des Akkus nicht half feuerte ich mein Handy wutentbrannt auf den Fußboden.

Kurze Zeit später ließ es sich einschalten. Allerdings war die Musik nicht da. Schon auf 180 stellte ich fest, dass die Micro SD Karte fehlte. Diese fand ich auf dem Fußboden und ca. 10-20 Flüche und 2 gezielte Handywürfe später konnte ich endlich Musik hören (im Radio lief nur Schrott, wie so oft).

Ich beruhigte mich recht schnell wieder und trat die Heimreise an. Glücklicherweise hat das Rathaus donnerstags auch nachmittags geöffnet. Da ich aber kein Parkplatz fand fuhr ich einkaufen. Auf dem Parkplatz wäre ich beim Ausparken um Haaresbreite jemandem reingefahren.

Nach diesem Vorfall hatte ich genug vom Autofahren, stellte das Auto vor meiner Tür ab und ging zu Fuß zum Rathaus. Dort gründete ich ein Einzelunternehmen. Somit kann ich nun völlig legal PCs und Notebooks verkaufen, einrichten und reparieren.

Danach war mein Tag ein Stück weit gerettet und jetzt kann ich auch schon ein Stück weit drüber lachen. MAN MAN MAN. Das war zu viel Action für ein Tag.

  One Response to “mein Tag: Wenn du denkst schlimmer wirds nicht…”

  1. Hey 🙂
    Klingt ja richtig unentspannt, aber ich wette, Du nimmst es mittlerweile recht gelassen. 🙂
    Morgen noch durchhalten – und dann ist endlich WE, und Du kannst einer Kacknoobhexe beim Mist bauen zugucken 😛

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