Aug 052010
 

Hinweis: Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich in folgendem Text um eine dramatisierte Momentaufnahme eines emotionalen Tiefpunktes und keinesfalls um ein gefühlsmäßiges Gesamtbild handelt.

In mir ist eine Leere. GROß, SCHWARZ und UNBESCHREIBLICH. Sie macht sich immer bemerkbar wenn ich meinen Kopf nicht mit etwas beschäftige. Das ist derzeit oft der Fall, viel zu oft. Mich abzulenken fällt mir immer schwerer.

Die Leere ist wie ein stetig wachsendes Loch und scheint mich Stück für Stück zu verschlingen. Immer wenn es mir gerade gut geht scheint es, als würde dieses Monster nur Luft holen um danach mit steigender Intensität sein Werk fortzusetzen.

Das Loch heißt Einsamkeit, ausgelöst von den derzeit unbefriedigten Grundbedürfnissen, der Liebe, Zuneigung und körperliche Nähe.

Das sich Entfernen einiger guter Freunde hat dieses, bis dato im Untergrund agierenden Gefühls erst an die Oberfläche kommen lassen. Es hätte nicht passieren sollen… oder vielleicht doch? Wer weiß das schon … und spielt es überhaupt eine Rolle? Mir egal!

Die betroffenen Freunde trifft keine Schuld, denn das Gefühl war schon vorher da. Sie waren der Korken einer unter Druck stehenden Sekt Flasche, welche dauerhaft geschüttelt wird. Die Zeit, die dieser Korken dem stetig ansteigendem Druck standhalten konnte, war seit langem gezählt.

Das Hervortreten dieser melancholischen Grundstimmung die mich seit einiger Zeit umgibt wäre auf kurz oder lange ohnehin geschähe. Mein Herz ist zu groß, zu gierig nach seiner Grundnahrung der Liebe als dass ein guter Freund sie mit ein paar netten Stunden die Woche hätte befriedigen könnte.

Was ich brauche ist eine Person, die mich 24 Stunden am Tag liebt, jemand der für mich da ist. Eine Frau die meine Liebe aufnimmt und auf mich zurück reflektiert. Eine Frau die mich des Morgens anschauen und deren Blick mir sagen: DU BIST NICHT ALLEINE, ICH BIN BEI DIR!!!

Mich nerven entfernte Bekannte, die mich täglich mit ihrem Privatleben auf Facebook und MeinVZ „belästigen“. Wer mich kennt, wird wissen, dass ich im Gespräch viel, bis sehr viel von mir preisgebe, aber meine persönlichen Taten und Gefühle normalerweise nicht in die Internetwelt hinausposaune.

Da schreit dann normalerweise der Datenschützer in mir, der sagt: „NEIN, tu das nicht“. Normalerweise. Normal fühl ich mich derzeit eh nicht, also was bringen mir Prinzipien, die mich im normalen Zeiten mit Stolz erfüllen, während ich mich so gar nicht normal sondern eher melancholisch depressiv fühle.

Doch es gibt Hoffnung. Die gibt es immer, aber der Beginn meines Studiums ist wie eine Landsichtung des Ausgucks eines sich seit Monaten auf See befindenden Schiffs. Es bietet mir die Chance neue Leute kennenzulernen oder mich in die Arbeit zu stürzen. Am besten beides.

So am Boden höre ich derzeit sehr viel Rosenstolz und eines ihrer Lieder beschreibt meinen derzeitigen Gefühlszustand ziemlich gut. Der Titel sagt eigentlich alles…

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